Gesundheit
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Wichtige Gesundheitsmerkmale beim Hund (nicht rassespezifisch)

Körpertemperatur normal 38,3 bis 38,8 Grad C

Pulsrate                              70 bis 80 Schläge pro Minute

Atmungsrate                       15 bis 30 Atemzüge pro Minute

Impfen

Regelmäßiges Impfen unseres besten Freundes Hund schützt nicht nur diesen, sondern auch uns Menschen.

Staupe

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, meist verursacht durch den direkten Kontakt der Hunde untereinander, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung. Anzeichen sind  t hohes Fieber, Augen- und Nasenausfluß bis hin zur absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde. Im weiteren Verlauf der Erkrankung äußert sich die Staupe auf verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufsformen, die aber ineinander übergehen können. Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen. Bei der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten, Nasenausfluss und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet. Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewusstsein. Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen tödlich. Die Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten häufig lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde, rissige Pfoten und unter Umständen Verhaltensstörungen zurück.

Ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis oder H.c.c.)

Nicht weniger gefährlich als die Staupe ist die ansteckende Leberentzündung.. Die Ansteckung und Krankheitssymptome ähneln  denen der Staupe, also hohes Fieber, verweigern der Nahrungsaufnahme und starke Bauchschmerzen. Viele Hunde, besonders Welpen, sterben in dieser Phase. Bei älteren Tieren kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen- und Bindehautentzündungen kommen.  Als Rückstand, nach Überwindung der Krankheit bleiben  häufig Trübungen der Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen können.

Leptospirose bzw. Stuttgarter Hundeseuche

Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose, eine bakterielle Erkrankung. Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen gefährlich. Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Auch verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben oder Sümpfe beherbergen das Bakterium . Die Krankheit beginnt oft mit abnormer Müdigkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und Treppensteigen erschwert. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und zu Schädigung der Leber und der Nieren.

Pavovirose

Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm-Entzündungen auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tode führt.

Tollwut

eine äußerst lebensgefährliche Karnkheit, die alle Säugettiere, auch den Menschen bedrohen kann.  Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum Tode. Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biss durch tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle.
 

Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h., dass mehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen: Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das Parainfluenza-Virus. Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner begünstigt die Haltung von mehreren Hunden auf  meist engem Raum den Zwingerhusten. Die geschwächten oder gestressten Hunde stecken sich gegenseitig durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen. Die Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- bzw. Augenausfluss und quälendem, trockenem Husten an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis hin zu Lungenentzündungen. Der Zwingerhusten ist selten tödlich, doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung mehrere Wochen hinziehen.

Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung

Die Konfrontation des Organismus mit verschiedenen  Erregern anlässlich von Impfungen führt zur Bildung sogenannten Antikörpern, die  mit der Muttermilch übertragen werden , so dass die Welpen nach ihrer Geburt normalerweise auf diese Weise geschützt sind. Allerdings hält dieser Schutz nur wenige Wochen an, und die Jungtiere müssen frühzeitig durch Impfungen zur Bildung eigener Schutzstoffe angeregt werden. Die Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes. Wegen der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist diese meist erst nach zweimaliger Injektion bei jungen Tieren abgeschlossen. Da die Schutzwirkung von Impfungen zeitlich begrenzt ist, müssen Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden. Nur so wird gewährleistet, dass Ihr Hund dauerhaft geschützt ist.

Deshalb unbedingt auf die Termine für Wiederholungsimpfungen im Impfpass achten.


Jungtiere werden im allgemeinen zwischen der siebten und zehnten Lebenswoche erstmalig geimpft. 3 bis 4 Woche später erhalten sie in der Regel eine erneute Injektion, um die Grundimmunisierung abzuschließen. Danach ist lediglich eine jährliche Wiederholung notwendig. Für die Impfung selbst stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, die gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen Infektionskrankheiten schützen. Was, zu welchem Zeitpunkt und wie oft geimpft werden soll, entscheidet Ihr Tierarzt unter Berücksichtigung der ihm bekannten Seuchenlage. Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein muss, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.

Der Impfpass, das wichtigste Dokument ihres Hundes                                       
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Würmer beim Hund

Hauptinfektionswege sind Tierkot und Flöhe, werden aber auch beim Schnüffeln eingeatmet und finden ihren Weg über das Fell oder die Haut. Selbst Welpen werden durch die Muttermilch infiziert und gefährden somit die Gesundheit unserer Hunde u.anderem durch Stoffwechselgifte. 
Lungen und Leberentzündungen, Darmentzündungen mit Verdauungsstörungen (Durchfall,Verstopfung, Erbrechen etc)

Hundebabys sind extrem gefährdet! Sie haben noch keine Abwehrkräfte aufgebaut und werden schon früh durch ihre Mutter angesteckt. Wenn Hunde über längere Zeit unter Würmern leiden, bleiben sie im Wachstum zurück, magern ab und bekommen ein struppiges Fell. Durch das geschwächte Abwehrsystem des Hundes wird er anfälliger für Infektionen wie Staupe, Parvovirose oder andere virale Infektionen. Daher müssen Hunde ca. 2 Wochen vor jeder Impfung entwurmt werden.



Würmer sind auch auf den Menschen übertragbar und stellen ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Risiko dar. Durch engen KontaktSandkasten können versehentlich Wurmeier oder -larven aufgenommen werden.

Beim Menschen können Würmer Erkrankungen wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Leber- oder Lungenentzündungen, Sehstörungen, Hirn- und Rückenmarksschädigungen, epileptische Anfälle, stark juckende Ekzeme und allergische Reaktionen hervorrufen.

Wurmbekämpfung


Die meisten Hersteller der entsprechenden Mitteln, empfehlen Hunde bis zur 12. Woche alle 2 Wochen zu entwurmen und dann alle 3 Monate. Zuchthündinnen sollten vor dem Decken, 10 Tage vor dem Werfen sowie gemeinsam mit ihren Welpen entwurmt werden um die Verwurmung der Welpen über die Muttermilch in Grenzen zu halten.

Nach erfolgter Flohbehandlung sollte auf Spul- und Bandwürmer entwurmt werden.

Es gibt hier die verschiedensten Präparate, Pasten, Pulver oder Tabletten - lassen sie sich von Ihren Tierarzt beraten.

 
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Flöhe

Flöhe legen täglich ca. 20-50 Eier, die in die Umgebung fallen und sind in der Lage. Blut bis zum 20fachen des eigenen Körpergewichtes zu saugen.

Durch diese Tätigkeit verursacht Unruhe, Juckreiz und Allergien.

Auch der Bandwurm kann durch sie  übertragen werden .

Floheier findet man auf Schlaf- und Ruheplätzen der Tiere (Körbchen, Kissen, Decke, Teppich, Auto, Hundehütte etc.)

Sie entwickeln sich in 2-5 Tagen zu Larven.

Die anschließende Verpuppung dauert 2-3 Wochen.

Danach schlüpft der erwachsene Floh.

Der springt dann wieder auf Tiere oder Menschen.



 
  
 
 
 

Vorbeugung

Tabletten, Serum, Flohhalsband oder Tropfen zur äußeren Anwendung.

Ein Ganzjahresschutz gegen Flöhe und Zecken bietet ein Floh- und Zeckenhalsband. Sinnvoll ist der Einsatz diese Methode Anfang/Mitte Februar, da diese Halsbänder 2-4 Wochen Vorlauf benötigen und im März die ersten Zecken beißen. Auch wenn hier einzelne Produkte versprechen bis zu acht Monate wirksam zu sein, sollte man Ende Juni/Anfang Juli das Halsband wechseln, um sicher zu stellen, dass auch wirklich der ganze Hund vom Halsband geschützt wird. 

Was tun bei Flohbefall?

Die Strategie der Vorgehensweise sollte man am besten mit dem Tierarzt absprechen. Die Palette der Möglichkeiten reicht von Flohbädern, bis zur Begasung von Räumen und auch der Einsatz von Insektiziden kann notwendig sein.
 

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Zecken

Die Hauptsaison geht von April bis Oktober.

Auf Halmen und Zweigen lauem die nur ca. 3-3 mm großen Zecken auf vorbeistreifende Hunde und Katzen.  Nur dort, wo das Blut dicht unter der Oberfläche pulst, lassen sie sich häuslich nieder. Doch damit nicht genug. Einmal in der Haut festgebissen, bleiben sie Ihrem Wirt mit Hilfe ihrer Widerhaken und des Zeckenkitts auch noch tagelang erhalten.

Zecken als Krankheitsüberträger: Borreliose und Frühsommer-Meningo-encephalitis.

Schon der Biss einer einzigen Zecke genügt, um Hund und Mensch mit schweren virus- und bakteriell bedingten Krankheiten zu infizieren. Erkrankungen, die nicht nur durch ihre sofort auftretenden Beschwerden (Fieber, Teilnahmslosigkeit, körperliche Schwäche), sondern vor allem durch ihre Langzeitfolgen wie Lähmungen und Gelenkentzündungen eine extreme Gefährdung darstellen.


Entwicklungsstadien der Zecken


             Entwicklungsstufen der Zecken (Larve, Nymphe, erwachsenes Männchen, erwachsenes Weibchen), Abbildung vergrößert

Schutz vor Zecken

Hier sind in erster Linie Kombinationspräparate zu empfehlen, die sowohl vor Zecken als auch vor Flöhen schützen. Empfehlenswert ist hier eine Beratung mit dem Tierarzt, der auch über die regionale Verseuchung der Zecken mit Viren und Bakterien informiert ist.


Impfungen gegen Borreliose

Seit 1999 ist es auch möglich den Hund gegen Borreliose zu impfen. Ob es sinnvoll ist, kann man pauschal nicht sagen. Wichtig ist hier zu wissen, wie stark die Zecken regional verseucht sind. Außerdem ist hier zu bedenken, dass die Impfung relativ teuer ist und man die Borreliose sehr gut behandeln kann. Das Hauptproblem bei der Borreliose ist das rechtzeitige Erkennen der Krankheit, bevor die Gelenke irreparabel geschädigt sind. Die Borrelien können sich bis zu 2 Jahre nach der Infizierung im Körper des Hundes versteck halten und erst dann zuschlagen, wenn die Abwehrkräfte des Hundes durch ein anderes Ereignis zusätzlich geschwächt wird.
 

 

 

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